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	<title>Webkrauts &#187; Interview</title>
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	<description>Für mehr Qualität im Web</description>
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		<title>„Anders ist gutes Webdesign ja heute gar nicht mehr vorstellbar.“ — Interview zum Relaunch von Welt.de</title>
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		<pubDate>Tue, 01 May 2007 16:01:20 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Eric Eggert</dc:creator>
				<category><![CDATA[Allgemeines]]></category>
		<category><![CDATA[Interview]]></category>
		<category><![CDATA[HTML]]></category>
		<category><![CDATA[Welt]]></category>

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		<description><![CDATA[Der Internetauftritt der Tageszeitung „Die Welt“ hat vor kurzem einen Relaunch bekommen. Neben der Optik wurde der Quellcode kräftig renoviert. Auch am Konzept scheint sich einiges getan zu haben, wie uns Peter Schink im Interview verrät.]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Der <a href="http://welt.de">Internetauftritt der Tageszeitung „Die Welt“</a> hat vor kurzem einen Relaunch bekommen. Neben der Optik wurde der Quellcode kräftig renoviert. Auch am Konzept scheint sich einiges getan zu haben, wie uns Peter Schink im Interview verrät.</p>
<dl class="interview">
<dt><abbr title="Frage">F</abbr>: Was war der Anlass für den Relaunch?</dt>
<dd><abbr title="Antwort">A</abbr>: Der Anlass war schlicht, dass die „Welt“ sich komplett verändert hat – angefangen bei einer neuen Redaktion mit wesentlich mehr Redakteuren, aber auch viel mehr Inhalten. Und nachdem auch ein neues Redaktionssystem eingeführt wurde, war der Relaunch nur naheliegend. </dd>
<dt><abbr title="Frage">F</abbr>: Wie lang haben Planung und Realisierung gedauert?</dt>
<dd><abbr title="Antwort">A</abbr>: Es ging wahnsinnig schnell – erste Designs gab es Anfang Juli, ab Oktober wurde programmiert – und siehe da, Mitte Februar sind wir auch schon online gegangen – rasend schnell für ein Projekt dieser Größenordnung, wenn man auch noch die Aboverwaltung und ähnliches migrieren muss. </dd>
<dt><abbr title="Frage">F</abbr>: Wieviele Leute waren seitens der Zeitung und seitens der Agentur maßgeblich beteiligt?</dt>
<dd><abbr title="Antwort">A</abbr>: Das ist schwer zu sagen – das Design wurde von mindestens zwei Hände voll Leute einer externen Designagentur gemacht, die Programmierung von mindestens 15 Leuten, einige Menschen die sich um die so genannten Drittapplikationen gekümmert haben und noch einigen Menschen mehr, die dies alles wiederum koordiniert haben. Ich habe das gerne als unsere „Großbaustelle“ betitelt – und am Ende wird doch nur eine kleine Internetseite daraus. </dd>
<dt><abbr title="Frage">F</abbr>: Nutzen Sie ein marktübliches CMS oder eine Neuentwicklung?</dt>
<dd><abbr title="Antwort">A</abbr>: Marktüblich, ja so könnte man das wohl sagen. Das CMS heißt „Escenic“ und wird bislang vor allem in Skandinavien eingesetzt </dd>
<dt><abbr title="Frage">F</abbr>: Gab es von Seiten der Welt die Vorgabe, keine Layouttabellen zu nutzen oder war das selbstverständlich Teil des Angebotes der Agentur?</dt>
<dd><abbr title="Antwort">A</abbr>: Das war für uns völlig klar, das war Vorgabe für die HTMLer. Anders ist gutes Webdesign ja heute gar nicht mehr vorstellbar. </dd>
<dt><abbr title="Frage">F</abbr>: Welche Vorteile für Sie und für Ihre Leser streben Sie mit dem Relaunch vor allen Dingen an?</dt>
<dd><abbr title="Antwort">A</abbr>: Das wäre jetzt eine lange Liste, aber ich versuche mal, es auf die Kernpunkte zusammenzufassen:</p>
<ol>
<li>unterschiedlichste Bedürfnisse befriedigen (sowohl was Inhalte als auch Form der Auslieferung der Website angeht)</li>
<li>modernes und ansprechendes Design, das sowohl Nachrichtenkompetenz ausstrahlt, aber auch zum Schmökern einlädt</li>
<li>technisch fortschrittlich sein, heißt: Webstandards so weit wie möglich einhalten, Google erfreuen und ähnliches</li>
<li>vor allem den Leser ernst nehmen: also nicht die Marke in den Mittelpunkt stellen sondern das, was die Leute von uns erwarten</li>
</ol>
</dd>
<dt><abbr title="Frage">F</abbr>: Haben sich durch den Relaunch die internen Abläufe vereinfacht und gestaltet sich die Wartung und Erweiterung nun effizienter?</dt>
<dd><abbr title="Antwort">A</abbr>: Ehrlich gesagt, teils teils. Für die Redakteure ist vieles einfacher, aber die höhere Komplexität der Technik ist natürlich auch mit mehr Aufwand für die Techniker verbunden. </dd>
<dt><abbr title="Frage">F</abbr>: Die Beherrschung der Webtechniken ist nicht immer einfach, denn neben einer mitunter komplizierten Theorie setzen manche verbreitete Browser die wichtigsten Webstandards nur teilweise und fehlerhaft um. Welche Schwierigkeiten und Hindernisse mussten Sie bei der Entwicklung ihrer neuen Site überwinden?</dt>
<dd><abbr title="Antwort">A</abbr>: So im Detail können das wohl nur die Programmierer sagen&#8230; aber man merkt zum Beispiel an einigen verschachtelten DIV-Containern, dass auch moderne Redaktionssysteme Grenzen setzen. </dd>
<dt><abbr title="Frage">F</abbr>: Können Sie verstehen, daß andere Wettbewerber noch immer nicht auf modernes Webdesign ohne Layouttabellen bauen?</dt>
<dd><abbr title="Antwort">A</abbr>: Ja, sogar sehr gut. Oft ist der Wille zur Veränderung da, aber dank komplizierter CMS-Technik und fehlendem Geld ist eben so ein Relaunch auch nicht immer ganz leicht. </dd>
<dt><abbr title="Frage">F</abbr>: Unter den Webkrauts befinden sich auch Autoren von Fachbüchern und technischen Dokumentationen. Gab es Anleitungen, Tutorials oder Bücher, die Ihnen besonders weiterhalfen? Welche Hilfestellung hätten Sie sich erwünscht?</dt>
<dd><abbr title="Antwort">A</abbr>: Hm, Hilfe braucht man vor allem, wenn man das erste Mal den Quellcode sieht, den ein Programmierer zurecht geschrieben hat. Und dann ist es für Manches auch schon zu spät. Ernsthaft: In der Regel sind es externe Programmierer, denen man zwar Vorgaben macht, aber im Detail kann man das Ergebnis nur bedingt beeinflussen – an fachlicher Kompetenz hat es unseren Technikern aber nicht gemangelt, denke ich. Das Ergebnis kann sich schon sehen lassen. </dd>
</dl>
<p>Das Interview führte Jens Grochtdreis.</p>
<h4>Peter Schink</h4>
<p><img class="bild-links" alt="Peter Schink" id="image189" src="http://www.webkrauts.de/wp-content/uploads/2007/05/peter_schink.jpg" />Als gelernter Journalist hat Peter Schink sechs Jahre lang in verschiedenen Positionen bei der <a href="http://netzeitung.de">Netzeitung</a> gearbeitet und 2006 die <a href="http://www.readers-edition.de/">Readers Edition</a> entwickelt. Anschließend wechselte er als Chef der „Produktentwicklung“ (heißt: Website-Konzeption) zur <a href="http://welt.de/">Welt</a>. Mit <a href="http://laufrausch.net">laufrausch.net</a> und <a href="http://geektogether.org">geektogether.org</a> hat er zwei eigene Websites gestartet und als PHP-Coder zusammen mit Timo Wirth und Heike Edinger <a href="http://leanotype.de/">ein CMS entwickelt</a>. Er ist in seiner Freizeit begeisterter Blogger unter <a href="http://blogh.de">blogh.de</a>.</p>
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